Der Trend sagt "ja". Wieder mehr Menschen heiraten. 2015 waren es 400.115 Eheschließungen und 7.401 Lebenspartnerschaften. Die Zahl wird 2018 wohl weiter steigen, schon alleine wegen der Ehe für alle.

Mehr Ehen und ältere Brautpaare

Insgesamt hat die Zahl der Eheschließungen in den 2010ern wieder zugenommen. Soziologen machen dafür vor allem Unsicherheiten im Job oder in der Weltpolitik verantwortlich. Menschen würden Zuflucht im Privaten suchen, heißt es.

Dafür werden die Brautpaare im Durchschnitt aber immer älter. 2015 - im aktuellsten Jahr in den Statistiken - war der Bräutigam 34 Jahre alt, während die Durchschnittsbraut 31 war. 1970 heirateten die Menschen in der DDR gut zehn Jahre eher: Männer mit durchschnittlich 24 und Frauen mit 22 Jahren.

Pragmatische Romantiker

Einer Forsa-Umfrage zufolge, ist für die meisten Deutschen der wichtigste Grund fürs Heiraten immer noch "Liebe" ist. Ganze 89% der Befragten sind wohl echte Romantiker. Dafür wird es danach eher pragmatisch. 74 Prozent gaben Rechte, wie zum Beispiel das Besuchsrecht im Krankenhaus als Grund an. Steuerliche Gründe sind für viele ebenfalls wichtig.

 

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